U23 Fahrer Vinzent Dorn beeindruckt die starke Konkurrenz und beendet das 4 tägige Etappenrennen am Ende auf einem hervorragenden Rang 3.

Es waren perfekte Bedingungen auf der letzten Etappe rund um die Rothaus-Brauerei in Grafenhausen. Ein angenehmer und trockener Sonne-Wolken-Mix mit idealen Temperaturen um die 20 Grad machte die finalen 66.1 Kilometer und knapp 1400 Höhenmeter zu einem Genuss für die verbliebenen 403 Bikerinnen und Biker.

Analog der Vortage machte setzte sich frühzeitig eine achtköpfige Spitzengruppe mit allen Favoriten auf den Tages- und Gesamtsieg vom Rest des Feldes der Elite Herren ab in welchem auch Vinzent Dorn und Jochen Käß vertreten waren.

Der Vorsprung wurde kontinuierlich auf knapp eine Minute bis zur zweiten Verpflegungszone bei Rennkilometer 46 ausgebaut und die Entscheidung sollte wieder einmal auf dem letzten Drittel der Etappe fallen. Vinzent Dorn konnte sich, wie auch in den vergangenen Tagen in der Spitzengruppe behaupten und machte auch entsprechend Tempo.

Auf den letzten 20 welligen und giftigen Kilometern zurück nach Grafenhausen machte das Lexware Mountainbike Team schließlich ernst und spielte seine zahlenmäßige Dominanz erfolgreich aus. „Im letzten Trail kam es zu einem Fahrfehler meines Vordermannes, welcher mich zu einer Vollbremsung zwang, diese Situation nutzen die Tagessieger Georg Egger sowie der spätere Gesamtsieger  Max Brandl und konnten eine Lücke von ca. 20 Sekunden herausfahren, welche ich nicht mehr schließen konnte“, so Vinzent Dorn. Die Spitzengruppe wurde hierdurch dezimiert und am Ende stand ein Solo Sieg für Georg Egger in 2:19:28 Stunden zu Buche.

Vinzent Dorn zeigte sich während aller Etappen in brillanter Form und konnte sich im starken Fahrerfeld behaupten. „Vor 2 Jahren kam Vinzent über unser Young-Gun-Projekt in unser Team und hat sich hervorragend entwickelt. Wir haben bewusst darauf geachtet, dass Vinzent sein Studium und Sport gut vereinen kann und wir achten sehr darauf, dass wir junge Sportler nicht überfordern“, so Gabi Stanger, welche seit diesem Jahr nach Ende ihrer Profikarriere als Teammanagerin für CENTURION-VAUDE im Einsatz ist.

Auch Routinier Jochen Käß konnte mit einer konstanten Leistung am Ende unter den Top 10 in der Gesamtwertung abschließen. Er hatte bei den ersten beiden Etappen etwas Pech bevor er auf den letzten Etappen seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen konnte. „Für mich waren die Etappen einfach zu kurz und die Höhenmeter fehlten mir. Ich bin einfach ein Langstreckentyp und bei solchen Rennprofilen, kann ich meine Ausdauerstärke nicht zur Geltung bringen“ resümiert der junge Tiroler Philip Handl, welcher ebenfalls zu den Nachwuchsfahrern im Team gehört.

In der Gesamtwertung siegte Maximilian Brandl in der Gesamtzeit von 8:33:07 Stunden mit 1:26 Minuten auf Marc Stutzmann.  Den dritten Gesamtrang mit einem Rückstand von 3:18 Minuten verteidigte Vinzent Dorn als Tagesfünfter. Jochen Käß kam in der Gesamtwertung auf Platz 8 und Philip Handl auf Platz 13.

photo credits: Lynn Sigel