Am zurückliegenden Wochenende wurde im Rahmen des Odenwald-Bike-Marathons in Hirschberg-Leutershausen die Deutsche Mountainbike-Marathon-Meisterschaft ausgetragen. Nachdem corona-bedingt die beiden ersten Anläufe für das Meisterschaftsrennen abgesagt werden mussten, konnten nun im Odenwald auf einer 75 Kilometer langen und 2.100 Höhenmeter umfassenden Strecke endlich die nationalen Meisterehren auf der Langstrecke vergeben werden. Stefanie Dohrn und Ben Zwiehoff verpassten dabei das Podium mit den Plätzen vier und fünf nur knapp.

500 Teilnehmer – mehr waren aufgrund der Corona Verordnung nicht zugelassen – machten sich am Sonntagvormittag bei besten Bedingungen auf die 25 Kilometer lange Runde des Odenwald-Bike-Marathon, welche es auf der Suche nach den neuen Deutschen Meistern insgesamt dreimal zu umrunden galt.

Die für einen MTB Marathon sehr kurze Strecke, bot von Beginn an ein schnelles Rennen. Bereits in der ersten Runde setzte sich im Herrenrennen eine Führungsgruppe mit elf Fahrern ab, in welcher auch Ben Zwiehoff und Vinzent Dorn vertreten waren. In der zweiten Rennrunde verlor Vinzent Dorn leider den Anschluss zur Spitzengruppe und beendete das Rennen vorzeitig. Ben Zwiehoff forcierte weiterhin das Tempo und versuchte als Einzelkämpfer den starken Teams von Haufe-Lexware und Bulls, welche mit jeweils drei Fahrern in der Spitzengruppe vertreten waren, Paroli zu bieten. Dies gelang ihm auch bis zum finalen Downhill und dem Endspurt. Am Ende konnte David List vom Lexware Racing Team das Rennen für sich entscheiden und wurde überraschend neuer Deutscher Meister auf der Langstrecke. Nach drei Runden à 25 km verwies er in einer Zeit von 2:46:55 min seinen Teamkollegen Luca Schwarzbauer auf den zweiten Platz, Simon Schneller (Team Bulls) musste mit Bronze vorlieb nehmen. Ben Zwiehoff kam als 5. ins Ziel und verpasste das Podium knapp um zehn Sekunden.

„Es war sicherlich nicht das Ergebnis, welches wir erhofft hatten. Es war heute nicht die Strecke für unsere Langstrecken Spezialisten und Kletterer und wir gratulieren dem neuen Deutschen Meister aus unserer Nachbargemeinde“, resümieren die beiden Teamchefs Bernd Reutemann und Richard Dämpfle den Ausgang der Deutschen Meisterschaft.

Ein etwas anderes Bild zeigte sich im Rennen der Frauen, welche auf derselben Strecke wie die Herren unterwegs waren. Bereits ab der 2. Runde setzte sich die spätere Siegerin Nadine Rieder von ihren Verfolgerinnen ab. Stefanie Dohrn kämpfte sich über die Zeit auf den 4. Platz nach vorne und fuhr Rad an Rad mit der Deutsche Meisterin auf der Triathlon-Mitteldistanz von 2016, Laura Philipp, um das Podium. Am Ende hatte die Triathlonspezialistin im Sprint die Nase vorn. Wie bereits im vergangenen Jahr verpasste Stefanie Dohrn das Podium nur knapp und wurde Vierte.

Neue Deutsche Meistern bei den Frauen ist Nadine Rieder (Rotwild Factory Team) in einer Zeit von 3:16:44. Silber ging überraschend an die junge Leonie Daubermann (Stevens Racing Team), Bronze an Laura Philipp vom RSV Heidelberg.

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