Ein ereignisreiches WM-Wochenende liegt hinter unserem Team CENTURION VAUDE. Mit großen Erwartungen waren wir angereist und kehren mit einer Riesenüberraschung und einer herben Enttäuschung wieder zurück nach Hause.

Für die Riesenüberraschung sorgte im WM-Rennen der Damen Steffi Dohrn. Sie konnte bereits zahlreiche gute Ergebnisse einfahren und krönte ihre Rennsaison mit einem „perfekten Rennen“, wie sie überglücklich im Ziel zu Protokoll gab. Üblicherweise gestalten sich die Damenrennen nicht allzu taktisch, sodass insbesondere das kluge Einteilen der eigenen Kräfte über die 70 Kilometer lange und mit 3.100 Höhenmetern gespickte, anspruchsvolle Rennstrecke durch die Waliser Berge rund um Grächen, zum Erfolg führen sollte. Steffi Dohrn gelang dies am gestrigen Sonntag auf den Punkt genau. Schon früh im Rennen positionierte sie sich unter den Top 15 des Damenfelds und arbeitete sich dann sukzessive bis in die Top 10 nach vorne. Die Ziellinie überquerte sie dann auf dem unglaublichen siebten Platz, was in Betracht des starken Teilnehmerinnenfeld mit über 80 Starterinnen mehr als aller Ehren wert ist. Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle auch, dass Steffi Dohrn an zwei ganz unterschiedlichen Fronten Leistungen auf Spitzenniveau abliefert. „Neben“ ihrer überaus erfolgreichen MTB Rennsportkarriere promoviert sie nämlich als Chemie-Ingenieurin an der TU Dortmund und ist damit ein tolles Beispiel für eine gelungene duale Karriere.

Daniel Gesimayrs Hoffnungen werden früh vereitelt

Alle Erwartungen im Vorfeld der WM hatten sich natürlich auf unseren Frontmann Daniel Geismayr konzentriert. Als WM-Bronzemedaillen Gewinner von 2017 und amtierender Vize-Weltmeister, zählte er zu den Favoriten auf einen Medaillenplatz. Die letzten Wochen und Tage seiner Vorbereitung waren akribisch geplant und verliefen perfekt nach Plan. Am Renntag selbst fühlte er sich stark und war mental wie physisch fit auf den Punkt. 92 Kilometer und rund 3.500 Höhenmeter sollten genügen, um aus 180 Startern den nächsten Weltmeister zu küren. Für Daniel Geismayr jedoch wurde das Rennen jäh nach nur 35 Minuten durch einen Sturz beendet. Im hektischen Gemenge der Anfangsphase des Rennens, hatte ihn ein anderer Fahrer in einer technischen Single Trail-Abfahrt von hinten leicht geschnitten. Durch den Impuls und die hohe Geschwindigkeit, stürzte der zu dem Zeitpunkt auf Platz fünf Liegende über den Lenker. Sein Rad überschlug sich und landete derart ungünstig, dass der Lenker dabei zerbrach. An ein Weiterfahren war nicht zu denken und alle Hoffnungen pulverisierten sich n nur einem Augenblick. „Meine Enttäuschung ist riesengroß“, so Daniel zurück im Ziel. Doch schon nur wenige Stunden später, als der erste Schock verdaut war, zeigte er seine große Rennfahrermoral: „Dann eben nächstes Jahr wieder!“

Auch zwei unserer YoungGuns waren qualifiziert

Auch zwei unserer YoungGuns – Philip Handl und Vinzent Dorn – hatten sich für die WM qualifiziert und zählten damit zu den jüngsten Rennteilnehmern. Während Philip sich im Reigen der „Großen“ sehr beachtlich schlug und sein Rennen als 58. beendete, musste Vinzent Dorn sich einer noch nicht auskurierten Erkältung geschlagen geben. Nach dem nass-kalten Wetter bei der Deutschen Meisterschaft zwei Wochen zuvor hatte er sich erkältet und musste dann im Rennen leider einsehen, dass er sich davon noch nicht ganz erholt hatte und stieg vorzeitig aus.

Foto Credits:
Constantin Fiene / SR SUNTOUR &
privat

„Was soll ich sagen?!

Es lief perfekt!

Platz 7 ist mehr als man hätte erwarten können bei der Startliste!“

Steffi Dohrn überglücklich im Ziel.